Tag 1/3: Vom Eiskeller ans sonnige Mittelmeer – Trainingsauftakt in Genua! 🏍️🇮🇹

Tag 1/3: Vom Eiskeller ans sonnige Mittelmeer – Trainingsauftakt in Genua! 🏍️🇮🇹

Das Abenteuer hat begonnen! Tag 1 meiner dreitägigen Motorradtour liegt fast hinter mir, und was für ein Auftakt das war. Dieser Trip ist nicht einfach nur ein schöner Ausflug in den Süden, sondern ein echter Meilenstein: Es ist die allererste Trainingstour für mein grosses Ziel, das Nordkapp! Genau mit dem Bike, das mich heute so souverän an die Küste gebracht hat, wird es in Zukunft ans Ende Europas gehen. Der erste Testlauf? Absolut bestanden!


Kontrastprogramm: Alpenkälte vs. Mittelmeersonne

Der Tag forderte direkt vollen Einsatz und bot klimatisch alles. Auf dem Weg Richtung Süden ging es durch den Tunnel des Grossen St. Bernhard. Bei eisigen 6 Grad dort drinnen wusste ich sofort, warum gute Ausrüstung für das spätere Nordkapp-Abenteuer überlebenswichtig ist. Ein echter Kälteschock!

Aber kaum lagen die Alpen im Rückspiegel, wartete die ultimative Belohnung: Strahlend blauer Himmel und perfekte 22 Grad bei der Ankunft in Ligurien. Das Visier auf, die warme Mittelmeerluft im Gesicht – Motorrad-Herz, was willst du mehr?

Porto Antico in Genua

La Superba: Wo man Geschichte atmet und Italien schmeckt 🍝⚓

Mein heutiges Etappenziel Genua (auch La Superba – die Stolze – genannt) hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Sobald die schwere Motorradkluft im Hotel verstaut war, ging es zu Fuss weiter. Diese Stadt ist nicht nur kulinarisch ein Highlight, sondern ein echtes historisches Schwergewicht.


Besonders beeindruckend:

Der alte Hafen (Porto Antico). Dort thront der prachtvolle Palazzo San Giorgio (der Palast des Heiligen Georg) mit seiner wunderschönen, detailreich bemalten Fassade.

Palazzo San Giorgio

Wenn dieses Gebäude reden könnte, hätte es unglaubliche Storys auf Lager! Im 13. Jahrhundert erbaut, diente es unter anderem mal als Gefängnis. Die Legende besagt, dass genau hier der berühmte Entdecker Marco Polo nach einer Seeschlacht inhaftiert war und seinem Mitgefangenen von seinen legendären Reisen nach Asien diktierte. Später war der Palast der Sitz der Banco di San Giorgio, einer der allerältesten Banken der Welt. Wenn man davor steht, spürt man förmlich, wie unheimlich mächtig und reich diese einstige Seerepublik einmal war.


Nach so viel Historie ging es ab in die tiefen, engen und verwinkelten Gassen (die berühmten Caruggi) der Altstadt. Genua schmeckt nach ofenwarmer, salziger Focaccia und dem weltweit besten Pesto alla Genovese, das nirgendwo authentischer ist als hier. Bei einem kühlen Getränk am Wasser den Tag Revue passieren zu lassen, während die Sonne die Stadt in ein goldenes Licht taucht – das ist das pure Dolce Vita. Wer echtes, ungefiltertes Italien sucht, wird Genua lieben!

Blick nach vorn: Die Küste ruft!

Die Maschine darf sich heute Abend in der milden Seeluft abkühlen und ausruhen. Morgen früh heisst es dann wieder: Helm auf, Motor an. Ich lasse Genua hinter mir und cruise weiter die Küste entlang ins malerische Porto Venere.

Das Nordkapp-Training läuft auf Hochtouren und die Vorfreude auf die morgigen Kurven ist riesig! ✌️ Bleibt dran!