699 Kilometer Dauerregen: Die ultimative Wasserschlacht im Norden
- Tom

- 17. Aug.
- 1 Min. Lesezeit
Als ich heute früh in Enontekiø den Motor startete, ahnte ich schon, worauf ich mich einlasse – doch der Himmel meinte es wirklich ernst. Es hat nicht einfach nur geregnet; es hat geschüttet, als wollte der Norden mir eine epische Dusche verpassen.
Fast ohne Unterbrechung peitschte das Wasser gegen die Scheibe, während sich der nasse Asphalt wie ein endloses, glänzendes Band vor mir ausrollte.

Grüner Tunnel ohne Ende: Wälder, Weite und Grenzübertritte
Finnland und Schweden bestehen gefühlt aus zwei Dingen: extrem langen, schnurgeraden Strassen und unheimlich viel Wald.
Kilometer um Kilometer zog dieses dichte, dunkle Nadelwald-Meer an mir vorbei. In der Gischt und den tiefhängenden Wolken wirkte die Wildnis fast mystisch – ein rauer, meditativer Rhythmus aus Motorengeräusch und endlosen Bäumen.
Hier und da einige Rentiere, die meinten, es sei eine gute Idee auf der Strasse herumzustehen.
Kurzer Halt am magischen Breitengrad: Das Polarkreiszentrum
Auf dem kurzen Abstecher über die schwedische Grenze gab es trotz Dauerfeuer von oben einen Pflichtstopp: das Polarkreis-Infozentrum. Selbst bei diesem Schmuddelwetter sorgt der magische Breitengrad für echte Gänsehaut. Ein kurzer Moment zum Durchatmen und Auftanken, bevor es wieder zurück auf finnischen Asphalt ging.

Ziel Oulu erreicht – und morgen wartet die Ostsee!
Nach 699 anstrengenden, aber genialen Kilometern bin ich schliesslich in Oulu angekommen. Die Kleidung trocknet, der heisse Kaffee dampft und das Grinsen im Gesicht bleibt.
Morgen steht schon der nächste Meilenstein an: der Ritt quer durch Finnland bis nach Helsinki, direkt zur Fähre nach Estland. Das Baltikum ruft, und das Abenteuer nimmt gerade erst richtig Fahrt auf!





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